(ots) - Porsche hat unter dem heutigen Vorstandschef
Matthias Müller ein klares Bekenntnis zu den traditionellen
schwäbischen Standorten abgegeben und untermauert dies auch mit hohen
Investitionen am Stammsitz in Stuttgart sowie im Entwicklungszentrum
in Weissach. Deshalb muss dort auch in Zukunft niemand Angst vor
Verlagerungsplänen haben. Gleichwohl bekommt Leipzig als
Produktionsstandort ein immer stärkeres Gewicht, weil Geländewagen
weltweit sehr gefragt sind, während Sportwagen, die in Zuffenhausen
produziert werden, auf dem Wachstumsmarkt China etwa nur eine
Nebenrolle spielen. Mit dem Macan werden bald voraussichtlich drei
von vier Wagen der Marke mit Stuttgarter Rössle im Wappen in Leipzig
vom Band rollen.
Mit der Eingliederung des Stuttgarter Autobauers in den VW-Konzern
könnten indes allerdings ganz andere Verteilungskämpfe aufbrechen,
und zwar mit VW-Standorten, denn bisher kommt beispielsweise die
lackierte Karosserie für den Panamera aus dem VW-Werk in Hannover.
Mit dem Ausbau von Leipzig zu einem vollen Werk läge es jedoch nahe,
mit dem für 2016 geplanten Modellwechsel den Panamera komplett in
Leipzig zu produzieren. Noch ist dies nicht beschlossen, so
Porsche-Chef Müller. Die Entscheidung könnte zu einer Nagelprobe
dafür werden, wie groß der Spielraum von Porsche als Tochter des
VW-Konzerns ist.
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