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Qualität, Geschwindigkeit, Reichweite und Stromverbrauch: welches
Gerät sich für welches Büro eignet
Tintenstrahldrucker fressen Tinte, Laserdrucker Strom: So lautet
ein häufiges Urteil wenn es um die beiden gängigsten
Bürodruckertechnologien geht. Aber stimmen die Klagen aus der
Kaffeeküche eigentlich wirklich? Hinterfragt man die Gerüchte zum
Thema Tinten- und Laserdruck, ergeben sich wichtige Auswahlkriterien.
Verschiedene Faktoren beeinflussen die Funktionsstärke und
Leistung eines Druckers. Einer der wichtigsten ist das Alter des
Geräts: Von einem altersschwachen Oldtimer sind keine Rekorde zu
erwarten, egal ob er mit Tinte oder Laser arbeitet. Fast ein Drittel
der deutschen Büroangestellten wünscht sich in diesem Zusammenhang
einen neuen Drucker am Arbeitsplatz. Das hat eine im Auftrag von
Epson durchgeführte repräsentative Studie unter 1.000 Befragten
ergeben. Ein weiterer ausschlaggebender Aspekt für qualitativ
hochwertige und zufriedenstellende Druck- oder Kopierergebnisse ist
die zugrundeliegende Technologie des Geräts.
1. Qualitätscheck: Tintenstrahler nicht nur für Fotodruck
Galten Lasergeräte seit den 80er-Jahren vielerorts als Standard
für die Büroausstattung, haben sie die Tintenstrahldrucker in den
vergangenen Jahren immer weiter eingeholt. Die oftmals günstigeren
Tintengeräte stehen für exzellenten Fotodruck. Das ist richtig, denn
unter vergleichbaren Geräten ist die Fotoqualität von Tinte kaum zu
schlagen, vor allem wenn der Anwender spezielles Fotopapier in das
Papierfach legt. Fortschritte bei Tintenrezeptur und Druckköpfen
sorgen jedoch dafür, dass heute auch Tintenstrahler Texte und farbige
Grafiken gestochen scharf sowie wisch- und wasserfest abbilden.
2. Reichweitencheck: Deutsche sind Vieldrucker
Für den Einsatz von Tinte im Büro ist es wichtig, dass Anwender
sich für ein Gerät entscheiden, das für die Anforderungen ihrer
individuellen Büroumgebung geeignet ist. Nur dann ist gewährleistet,
dass beispielsweise die Mechanik im Geräteinneren auch auf die
Ausdruckanzahl ausgelegt ist. In einem Büro mit zehn Mitarbeitern und
einem durchschnittlichen Druckaufkommen von 25 Seiten pro Kopf und
Tag kommen schnell tausende Seiten monatlich zusammen. In Branchen
wie dem Finanz-, dem Gesundheits- oder dem Bildungswesen wird noch
deutlich mehr zu Papier gebracht. Die Menge an Ausdrucken bestimmt
die Reichweite der Tintenpatronen. Das Vorurteil besagt, dass
letztere gefühlt immer leer sind und ständige Wartung und Wechsel
erfordern. Doch es gilt zu differenzieren, denn für ihre
Bürotintenstrahler bieten Hersteller oftmals Tintentanks an, die bis
zu 10.000 Textseiten bedrucken. Das verweist sogar die meisten
Laserdrucker auf die Plätze.
3. Geschwindigkeitscheck: Lange Aufheizphasen beim Laserdrucker
"Tintendrucker sind zu langsam", heißt es häufig, wenn es um die
Auswahl neuer Büroausstattung geht. Vergessen wird allerdings oft,
dass Lasergeräte im Gegensatz zu Tintenstrahlern bestimmte Bauteile
im Inneren auf knapp 200 Grad Celsius vorheizen müssen, bevor sie
drucken können. Diese Aufheizphase tritt jedes Mal auf, wenn das
Gerät eingeschaltet oder aus dem Standby-Modus "geweckt" wird. Bei
Tintenstrahldruckern liegt die erste Seite deutlich früher im
Ausgabefach. Eine Studie von Coleman Parkes Research hat in diesem
Zusammenhang ergeben, dass 61 Prozent der in deutschen Unternehmen
gedruckten Dokumente zehn Seiten oder kürzer sind. In den meisten
Fällen hat Tinte daher den Druckjob abgeschlossen, bevor Laser
richtig angefangen hat.
4. Stromverbrauchscheck: Weniger Druckkosten dank Tinte
Ein weiteres wichtiges Argument für Tinte im Büro ist der
Stromverbrauch. Dieser ist bei Laserdruckern deutlich höher. Ein
Multifunktionsgerät verbraucht im Druckbetrieb zwischen 300 und 500
Watt, je nach Modell und Hersteller auch deutlich mehr. Vor allem in
der Aufheizphase kann der Verbrauch bis zu 1.000 Watt betragen. Das
entspricht einer Herdplatte auf höchster Stufe. Vergleichbare
Tintenstrahler benötigen dagegen nur rund 25 Watt. Das ist nicht nur
für ökologisch orientierte Unternehmen ein Pluspunkt, sondern drückt
die Energiekosten gegenüber vergleichbaren Lasergeräten um bis zu 80
Prozent - das macht sich natürlich auch in deutlich niedrigeren
Druckkosten insgesamt bemerkbar.
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