(ots) - Ein Laserdrucker gehört in den meisten Büros zur
Standardausrüstung. Der Druck geht schnell und die Kosten pro Seite
sind vergleichsweise niedrig. Allerdings gibt es immer wieder
Warnungen, dass Laserdrucker durch die Emission von Schadstoffen die
Raumlufthygiene ungünstig beeinflussen können. "Diese Problematik
beschäftigt Unternehmen genauso wie Druckerproduzenten. Arbeitgeber
und Mitarbeiter legen großen Wert auf gesunde Arbeitsbedingungen",
erklärt Stefan Kischka, Vice President Electrical TÜV Rheinland.
Hersteller bleiben auf ihren Geräten sitzen, wenn diese im Verdacht
stehen, krank zu machen. Auch bei Ausschreibungen von Behörden und
Ämtern kommen oft nur noch jene Geräte zum Zug, die ihre günstige
Emissionscharakteristik durch Prüfzeichen nachweisen können.
Neue Bausteine für noch mehr Sicherheit
Seit mehreren Jahren befasst sich TÃœV Rheinland mit der
Emissionsmessung und -bewertung für Drucksysteme an. Diese basiert
auf Kriterien, die in Kooperation mit dem Umweltbundesamt für das
Umweltzeichen "Der Blaue Engel" erarbeitet wurden. Um das Prüfzeichen
zu erhalten, muss das Druck- beziehungsweise Kopiersystem ein
mehrstufiges Verfahren erfolgreich durchlaufen. Hierbei wird das
Tonerpulver auf Schadstoffe untersucht. In der zweiten Teststufe
überprüfen die Experten, welche Schadstoffe beim Druckvorgang in die
Raumluft abgegeben werden. Nur, wenn das Drucksystem alle Prüfungen
besteht, ist die Zertifizierung erfolgreich.
"Um der gestiegenen Sensibilität beim Thema Raumluftqualität
gerecht zu werden überprüfen wir bei unserer Schadstoffuntersuchung
das verwendete Tonerpulver auch nach zusätzlichen krebserregenden,
genverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Stoffen", erklärt
der TÃœV Rheinland Experte. Druckerpatronen, die die Zertifizierung
bestehen, erhalten das TÜV Rheinland-Prüfzeichen mit den
Schlagwörtern "Schadstoffgeprüft" und "Emissionsgeprüft". "Diese
Prüfzeichen zeigen dem Endverbraucher, dass die Richtwerte für die
Innenraumluft oder - mit dem festgelegten Sicherheitsabstand -
unterhalb der Schwellenwerte für die an Arbeitsplätzen erlaubten
Konzentrationen liegt", fügt Stefan Kischka hinzu.
Diesem erweiterten Prüfprogramm stellt sich jetzt als erster
Druckerpatronen-Hersteller weltweit Samsung. Der koreanische Konzern
hat damit begonnen seine Druckerpatronen gemäß dem neuen
Kriterienkatalog von TÃœV Rheinland testen zu lassen. Erste Produkte
haben die Prüfungen erfolgreich bestanden und können somit mit den
Schlagwörtern "Schadstoffgeprüft" und "Emissionsgeprüft" vertrieben
werden.
"Samsung stellt sich immer strengen Bewertungskriterien. In 2014
beabsichtigt Samsung alle Druckerpatronen hinsichtlich möglicher
Beeinträchtigungen auf die Gesundheit der Verbraucher testen zu
lassen.", erklärt Chin Yoon, Vice President Strategic Printing
Solutions Samsung Electronics.
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