(ots) - Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine: "Na, wie
geht's?" - "Gar nicht gut", antwortet der andere. "Ich glaub', ich
hab' Homo sapiens." - Darauf der erste: "Hatte ich auch mal. Das geht
vorbei." Der Witz ist nicht mehr ganz neu, zugegeben, aber er bleibt
beklemmend aktuell. Aus dem neuesten Klimareport geht mit bisher
nicht gekannter Deutlichkeit hervor: Die menschliche Zivilisation ist
der maßgebliche Faktor bei der Klimaerwärmung. In den vergangenen
Jahren war diese Kausalität immer wieder bezweifelt worden. Es stimmt
nicht gerade optimistisch, wenn es selbst eine führende
Industrienation wie Deutschland nicht schafft, ihre Emissionen
entscheidend zu reduzieren - trotz ehrgeiziger Zielsetzungen und
vergleichsweise großer Anstrengungen, etwa auf dem Gebiet der
Erneuerbaren Energien. Laut aktuellen Veröffentlichungen des
Umweltbundesamtes hat sich der Ausstoß von Treibstoffgasen in
Deutschland gegenüber 1990 zwar um 22,8 Prozent verringert. Doch es
erscheint unrealistisch, dass die von der Bundesregierung als
Klimaschutzziel für das Jahr 2020 ausgegebene Marke von 40 Prozent
innerhalb der verbleibenden fünf Jahre noch geknackt werden kann.
Zumal der Tiefstwert der Treibhausgas-Emissionen 2009 erreicht war
und die Werte seitdem sogar wieder leicht angestiegen sind. Einer der
Gründe dafür ist der nach wie vor große Anteil der Kohleverbrennung
an der Stromerzeugung. Der hohe Pro-Kopf-Stromverbauch in
Deutschland, wie auch die zunehmende Beliebtheit überdimensionierter
und -motorisierter Autos weisen auf eine bittere Notwendigkeit hin:
Wollen wir unseren Planeten noch retten, müssen wir alle umdenken.
Nicht nur Politiker und Industrielle, sondern jeder Einzelne. Hier
und jetzt.
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Florian Giezewski
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