(ots) - Königshaus: Ausstattung der Bundeswehr im neuen
Weißbuch anpassen
Wehrbeauftragter des Bundestages fordert qualifiziertes Personal
und notwendige Waffensysteme
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat
an die Bundesregierung appelliert, ihre Sicherheitspolitik nicht neu
auszurichten ohne Vorschläge zur Ausstattung der Bundeswehr zu
machen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag)
sagte Königshaus: "Ein Weißbuch ohne eine konkrete und an die neuen
Ziele angepasste Ausstattung wäre das Papier nicht wert, auf dem es
gedruckt würde." Unter Federführung des Verteidigungsministeriums
arbeiten Regierungsexperten seit Dienstag an einem neuen Weißbuch,
das die deutsche Sicherheitsstrategie bis 2016 auf eine neue
Grundlage stellen soll.
Für den Fall eines stärkeren oder andersartigen Engagements
Deutschlands müssten nach Ansicht von Königshaus Vorschläge
entwickelt werden, wie die Bundeswehr mit qualifiziertem Personal,
den notwendigen Waffensystemen und Fahrzeugen versorgt werden könne.
"Es wird nicht funktionieren, wie in der Vergangenheit einfach
verteidigungspolitische Richtlinien zu erarbeiten, davon aber völlig
losgelöst - so war jedenfalls mein Eindruck - dann die konkrete
personelle und materielle Ausstattung der Truppe festzuschreiben",
warnte der Wehrbeauftragte, der sein Amt im Mai an Hans-Peter Bartels
(SPD) abgibt.
Lobend äußerte sich Königshaus für die geplante
"Attraktivitätsoffensive", mit der Verteidigungsministerin von der
Leyen die Bundeswehr zu einem besseren Arbeitgeber machen will. "Das
ist einfach dringend notwendig, sonst werden wir bald keine jungen
Menschen mehr für den Dienst begeistern können", so Königshaus.
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