(ots) - Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) setzt
glaubwürdigen Berichten zufolge Giftgas ein und lässt Kinder
Gefangene hinrichten, vor laufender Kamera. Mit Hemmschwellen
irgendwelcher Art ist bei solchen Feinden nicht zu rechnen. Sie zu
vernichten, ist alternativlos. Dem steht die Erkenntnis, dass damit
alleine noch keine Befriedung der Region eintritt, nicht entgegen.
Die Anstrengungen, die die von den USA geführte Allianz im Kampf
gegen den IS unternehmen muss, sind immens und zeigen offenbar
zunehmend Wirkung. Darauf kommt es an. Nun droht der IS, das Weiße
Haus, den Eiffelturm oder Big Ben zu zerstören. Das ruft wie von
selbst schrecklichste Erinnerungen an den 11. September 2001 wach. Um
der Wahrheit ins Auge zu schauen: Solche Angriffe sind extrem
unwahrscheinlich, jedoch nicht zu einhundert Prozent auszuschließen,
wie es überhaupt den absoluten Schutz vor Terror - wie auch vor
anderen Verbrechen - nicht geben kann. Schon gar nicht in einer
freien Gesellschaft; die muss sich allerdings in einem Prozess
permanenten Nachdenkens darüber klar werden, wie sie Freiheitsrechte
und Sicherheitsbedürfnisse ausbalanciert. Dabei ist es sinnlos und
gefährlich, staatliches Handeln unter den Generalverdacht zu stellen,
es diene vor allem der Überwachung der Bürger. Panikmache ist fehl am
Platz, notwendig sind Aufmerksamkeit und gesundes Misstrauen. Auch
dies gehört zur Wahrheit: Die Morde und die grauenhaft schrillen Töne
des IS überschatten auch den normalen Alltag im Zusammenleben der
Religionen. Da ist Besonnenheit, aber auch das Formulieren klarer
Standpunkte nötig.
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