(ots) - Im September vergangenen Jahres hatte stern TV
erstmals Bilder von Versuchsaffen im Max-Planck-Institut für
biologische Kybernetik in Tübingen (MPI) gezeigt. Sechs Monate lang
hatte ein Tierschützer der "Soko Tierschutz" dort mit versteckter
Kamera gedreht und das Leiden der Tiere dokumentiert. Diese Aufnahmen
sorgten nach ihrer Ausstrahlung deutschlandweit für Schlagzeilen.
Seither beklagte das MPI immer wieder, dass Mitarbeiter des Instituts
aggressiven Anfeindungen und Beschimpfungen durch Tierschützer
ausgesetzt seien. Jetzt wurde bekannt: Eine Mitarbeiterin des MPI
Tübingen hat Übergriffe eines Tierschützers erfunden.
Die Staatsanwaltschaft Tübingen bestätigte gegenüber stern TV,
"dass gegen eine verantwortliche Person der Geschäftsleitung des MPI
Tübingen im Jahr 2014 ein Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat
anhängig war. Gegenstand des Verfahrens waren angezeigte Übergriffe
auf die Person, die tatsächlich nicht stattgefunden haben. Dieses
Verfahren wurde rechtskräftig durch Strafbefehl mit der Verhängung
einer Geldstrafe abgeschlossen." Darüber hinaus erklärte
Staatsanwältin Tatjana Grgic: "Gewaltdelikte im Zusammenhang mit dem
MPI seitens der Tierschützer sind uns nicht bekannt."
Dr. Christina Beck, Sprecherin der Max-Planck-Gesellschaft
erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme: "Aufgrund Ihrer
Anfrage haben wir uns bei der Staatsanwaltschaft informiert. Diese
hat den Sachverhalt bestätigt. [...] Bei der Person handelt es sich
jedoch nicht [...] um ein Mitglied der Geschäftsleitung."
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