(ots) - Die Volksinitiative für die Rückkehr zu G 9 ist
so gut wie am Ziel. Auch der Druck, den die Elterninitiative mit dem
drohenden Volksbegehren in den vergangenen Monaten aufgebaut hat,
dürfte die künftigen Düsseldorfer Koalitionäre angetrieben haben, bei
ihrer G9-Entscheidung nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben. Neun
Jahre Gymnasium bis zum Abitur als Regel und das "Turbo-Abitur" nach
acht Jahren als Ausnahme - das ist ein Konzept, dem schulpolitische
Vernunft bescheinigt werden kann. Gleichzeitig haben damit die
früheren Verfechter der verkürzten Schulzeiten endgültig eingesehen,
dass dies ein Irrweg war. Vor allem die Wirtschaft drängte zu Beginn
dieses Jahrtausends darauf, die Schulzeiten in Deutschland, die im
Vergleich zum europäischen Ausland überdurchschnittlich lang waren,
zu kürzen. Von dieser Unterordnung der Pädagogik unter
wirtschaftliche Gesichtspunkte rückt nun ausgerechnet die künftige,
als besonders wirtschaftsfreundlich geltende schwarz-gelbe
NRW-Landesregierung ab - und zwar deutlicher, als dies die bisherige
grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann vorhatte. Das ist ein
bemerkenswerter Vorgang. Am Ende werden in weiten Teilen des Landes -
vor allem im ländlichen Raum, wo nicht mehrere Gymnasien parallel
existieren - nur noch G9-Schulen zu finden sein. Lediglich in
Großstädten wird es weiter G8-Gymnasien geben. Mit dieser
Einschätzung dürfte CDU-Chef Laschet richtig liegen. Was umso mehr
dafür spricht, dass die Volksinitiative für die Rückkehr zur längeren
Schulzeit ihr Ziel erreicht hat.
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