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Der G20-Gipfel in Hamburg: Bühne der Mächtigen, der Zweifelnden,
der Wütenden. Kulisse für deren Bataillone, die Schnellen
Eingreiftruppen der Moderne: hochgepanzerte Hundertschaften wider die
vermummten Guerilleros gegen die Globalisierung. 23.000 Polizisten,
10.000 gewaltbereite Linksextremisten, 100.000 friedliche G20-Gegner.
Eine Komposition, die genau das Chaos lieferte, das immer befürchtet
worden war. Eine Sinfonie der sich gegenseitig aufschaukelnden
Gewalt: 600 verletzte Polizisten, 350 angezeigte Straftaten,
ausgebrannte Autos und geplünderte Geschäfte. 40 Millionen Euro
stellt die Bundesregierung für die Entschädigung Betroffener bereit.
Und inmitten dieser explosiven Melange aus Machtpolitik und den
spätpubertären Gewaltorgien des Schwarzen Blocks gab eine einzige
Person in Hamburg den Ton an - und das war ausnahmsweise nicht die
Kanzlerin. Ludwig van Beethoven, der große Komponist aus Bonn,
bezauberte die 20 Staatsgäste und ihr Gefolge in der neuen Hamburger
Elbphilharmonie. Just zu jenem Zeitpunkt, als jenseits der
wasserwerfergeschützten Sperrzone der schwarzvermummte Pöbel mit
seiner Revolution der Sinnlosigkeit begann. Es war Beethovens 9.
Sinfonie in d-Moll, die fast zweihundert Jahre alte Vertonung von -
ausgerechnet - Schillers "Ode an die Freude", die die
Gipfeldelegationen verzückte und das Vorpreschen der Wasserwerfer in
jene epische Schlacht zwischen blauem (Polizei) und schwarzem
(Autonome) Block klanglich so extrem kontrastierte, dass es auf
bizarre Weise schon wieder fast harmonisch klang.
WeltN24-Herausgeber Stefan Aust und sein mehrfach preisgekrönter
Co-Regisseur Helmar Büchel haben Beethovens Neunte nun bebildert. Mit
den beeindruckendsten und ungewöhnlichsten Szenen aus 76 Stunden
Gipfel-Chaos. Entstanden ist Beethovens wohl erstes Musikvideo. Ein
Klassik-Video-Clip von 50 Minuten Länge.
"Sinfonie der Gewalt - 76 Stunden im Hamburger G20-Chaos" am 30.
Juli um 08.05 Uhr in Deutscher Erstausstrahlung auf N24, im Timeshift
auf N24 Doku und nach Ausstrahlung 30 Tage in der N24-Mediathek:
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