(ots) -
Elektroautos sollen das Klima retten, die Luft rein halten und die
heimische Fahrzeugindustrie zukunftssicher machen. Aber sind die
Stromnetze für Millionen von Elektroautos überhaupt gerüstet? Dieser
Frage geht "planet e." am Sonntag, 10. September 2017, 16.30 Uhr, im
ZDF nach: "Risiko Elektroauto - Stromnetz am Limit?". Filmautor
Manfred Kessler zeigt unter anderem am Beispiel von Stuttgart, was
zukünftig auf das Stromnetz einer Stadt zukommen könnte.
Für die Politik sind Elektrofahrzeuge Hoffnungsträger im Kampf
gegen steigende CO2-Werte und hohe Feinstaub- und NOx-Belastungen.
Doch Experten warnen: Die Leitungsinfrastruktur droht durch den
steigenden Stromverbrauch zu kollabieren. Im Vergleich zu den rund 45
Millionen konventionellen Fahrzeugen, die in Deutschland gemeldet
sind, liegen die Zahlen von zugelassenen Elektroautos derzeit bei gut
45.000. Doch das könnte sich bald ändern. Die Automobilhersteller
haben angekündigt, beim Elektroauto im großen Stil einzusteigen. Bis
2025 möchte Daimler zwischen zehn und 25 Prozent der Produktion auf
Elektrofahrzeuge umgestellt haben. VW plant, von diesem Zeitpunkt an
eine Million Elektroautos pro Jahr zu verkaufen. Die Autohersteller
machen das auch, um den ab 2021 von der EU vorgegebenen Ausstoß von
95 g CO2/km für ihre gesamte Modellflotte einzuhalten. Kommt das
alles so, wären schon in zehn Jahren einige Millionen Elektroautos
auf Deutschlands Straßen.
Alle diese Fahrzeuge brauchen Strom, um ihre Batterien aufzuladen.
Zwar hat das Bundesverkehrsministerium für den Ausbau der Ladenetze
300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Aber Experten erwarten,
dass für die zukünftige Elektromobilität deutschlandweit mindestens
70.000 normale Ladestationen und 7000 Schnelllader gebraucht werden.
Die 300 Millionen Euro aus dem Verkehrsministerium werden da nicht
ausreichen.
Das "planet e."-Team besucht auch Oslo, um herauszufinden, wie man
dort mit der E-Infrastruktur umgeht - Oslo ist die Stadt mit den
meisten Elektroautos weltweit.
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