(ots) - Aus Anlass der Sondierungsgespräche zu den
bevorstehenden Koalitionsverhandlungen weisen die internationalen
Kraftfahrzeughersteller noch einmal auf ihre Positionen zum Klima-
und Umweltschutz hin.
VDIK-Präsident Reinhard Zirpel betont insbesondere: "Zur Erfüllung
der klimapolitischen Ziele 2030 und 2050 müssen konventionelle sowie
alle alternativen Antriebstechniken technologieoffen bewertet,
genutzt und durch geeignete Anreize gefördert werden. Keine bestimmte
Antriebstechnik darf ausgeschlossen werden."
Dies sind die wesentlichen Positionen:
- Schaffung von Anreizen für den Austausch alter Pkw und Lkw durch
neue, umweltfreundlichere und verkehrssicherere Fahrzeuge (Initiative
'Pro saubere Luft') anstelle von Verkehrsbeschränkungen; insbesondere
Vermeidung von Fahrverboten wegen der Nichteinhaltung der
Luftqualitätsgrenzwerte für Stickoxide und Partikel
- Beachtung der technischen und wirtschaftlichen Realitäten bei der
Festlegung zukünftiger CO2-Grenzwerte; und dies erst nach
ausreichender Erfahrung mit dem neuen WLTP
- Ablehnung von CO2-Grenzwerten für schwere Nutzfahrzeuge, sondern
Information der Nutzer über den im Testverfahren ermittelten
Kraftstoffverbrauch
- Erweiterung des Anwendungsbereichs bei der Förderung der
Elektromobilität in Form direkter Kaufanreize; Fortsetzung auch nach
Auslaufen des Umweltbonus; Beschaffung von Elektrofahrzeugen im
öffentlichen Bereich
- Beschleunigung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur für
Elektrofahrzeuge mit flächendeckender, einfacher, nicht
diskriminierender und zukunftsfähiger Nutzbarkeit; Vorbereitung auf
das bidirektionale Laden durch weltweit harmonisierte Standards;
Vereinfachung des Ladens von Elektrofahrzeugen in Miet- und
Eigentumswohnungen
- Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur für die Betankung von
Brennstoffzellenfahrzeugen
- Verzicht auf eine besondere Besteuerung der Nutzung von Strom und
Wasserstoff im Verkehr
- Förderung der Erdgasmobilität durch Erweiterung des
Fahrzeugangebotes und Ausbau des Tankstellennetzes;
Steuervergünstigung Erdgas auch nach 2026
- Nutzung von klimaneutralen Kraftstoffen in Verbrennungsmotoren,
wenn diese Kraftstoffe nachhaltig und nicht in Konkurrenz zu
Nahrungsmitteln erzeugt wurden
Positionen des VDIK zu allen politischen Bereichen stehen auf der
VDIK Website www.vdik.de zum Download bereit.
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Thomas Böhm
Leiter Referat Presse/PR/Messen
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