Forschungs- und Entwicklungs-Know-how des CIS-Modul-Produzenten ausschlaggebend für Partnerschaft
(firmenpresse) - München, 19. Oktober 2010 - Solar Frontier und IBM entwickeln ab sofort gemeinsam eine Dünnfilm-Solartechnologie basierend auf den Rohstoffen Kupfer, Zink, Zinn, Schwefel und Selen (CZTS). Als einer der führenden Hersteller von CIS-Dünnfilm-Modulen unterstützt Solar Frontier IBM dabei, innovative Solartechnologien voranzutreiben. IBM erzielte im Februar 2010 eine Effizienz von 9,6 Prozent mit CZTS-Solarmodulen – eine 40-prozentige Steigerung gegenüber bisherigen Modulen mit dieser Technologie. Ziel des gemeinsamen Projekts: Beide Unternehmen wollen eine kosteneffiziente Solartechnologie entwickeln, die nachhaltig verfügbare Ressourcen verwendet. Solar Frontier bringt seine Dünnfilm-Entwicklungs- und Produktionsexpertise ein, während IBM seine bisherigen Forschungsergebnisse sowie bestehende Entwicklungslabore zur Verfügung stellt. Neben Solar Frontier ist DelSolar Co. ein weiterer IBM Partner bei diesem Projekt.
Solar Frontier ist einer der führenden Entwickler von CIS-Solartechnologien. Momentan produziert das Unternehmen seine Module in zwei Anlagen, eine dritte wird 2011 mit der Herstellung beginnen. Mit 900 Megawatt ist diese Fabrik die größte Photovoltaik-Herstellungsstätte weltweit. Damit liegt die gesamte Produktionskapazität von Solar Frontier bei einem Gigawatt – und ist damit die momentan höchste CIS-Photovoltaik-Kapazität.
Die CZTS-basierte Technologie nutzt kosteneffiziente Materialien ohne Schwermetalle. Ziel des Projekts ist es, mit diesen Materialien die nächste Generation an Solarmodulen zu entwickeln, die die Energie-Produktionskosten senkt. Damit würde Solarenergie eine attraktive Alternative zu fossilen Energiequellen. Die Forschungsarbeit des gemeinsamen Entwicklungsprogramms wird überwiegend am Thomas J. Watson Research Center von IBM in Yorktown Heights, New York, stattfinden.
„Solar Frontier ist einer der führenden Anbieter von Dünnfilm-Solarmodulen auf Basis der CIS-Technologie und wir arbeiten gerne mit einem solchen Spezialisten zusammen“, erklärt T.C. Chen, Vice President, Science and Technology, IBM Research. „Bei diesem Forschungsprojekt Zugriff auf die Solar Frontier Expertise bei Dünnfilm-Solarmodulen zu haben, unterstreicht unseren Kooperationsgedanken. Wir arbeiten bereits mit Tokyo Ohka Kogyo Co., Ltd., für chemisches und Werkzeug-Know-how sowie mit DelSolar bei der Solarmodul- und Produktionsexpertise zusammen. Gemeinsam wird dieses Team unsere Fähigkeiten ausbauen, eine CZTS-Photovoltaik-Technologie zu entwickeln, die eine nachhaltige Netzparität erreicht.“
„Die Solar Frontier Expertise bei der Forschung und Entwicklung von CIS-Dünnfilm-Photovoltaik-Technologien hat bereits eine Reihe von Effizienzrekorden erzielt“, kommentiert Wolfgang Lange, Geschäftsführer, Solar Frontier Europa, die Partnerschaft. „Wir möchten CZTS weiter erforschen, auch wegen seiner entwicklungsmäßigen Kompatibilität mit unserer CIS-Dünnfilm-Technologie. Die Ziele des Projekts stimmen mit denen von Solar Frontier überein: wirtschaftliche und umweltfreundliche Solarenergie-Lösungen zu entwickeln und dem Markt anbieten zu können.“
Über Solar Frontier K.K.
Solar Frontier ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Showa Shell Sekiyu K.K. Das Unternehmen entwickelt und produziert wirtschaftliche und umweltfreundliche Solarmodule für seine Kunden. Die von Solar Frontier entwickelte CIS-Technologie verwendet Kupfer, Indium und Selen anstelle des traditionellen Siliziums und kommt somit ohne toxische Schwermetalle aus. Die Solarmodule von Solar Frontier kombinieren eine hohe Zuverlässigkeit, Stabilität, Nachhaltigkeit, außergewöhnliches Design und werden außerdem aus ungiftigen Materialien hergestellt. Sie verbrauchen während des gesamten Herstellungsprozesses nur wenig Energie und erzielen damit eine schnellere Energierückgewinnungszeit. Die neue Anlage in Miyazaki, Japan, deren Inbetriebnahme für 2011 geplant ist, wird mit einer Produktionskapazität von 900 Megawatt jährlich die weltweit größte CIS-Produktionsstätte sein. Solar Frontier ist damit für die weltweite Nachfrage nach einem neuen Leistungsstandard erschwinglicher Solarzellen gerüstet.
Showa Shell Sekiyu K.K.
Showa Shell Sekiyu K.K. ist an der Börse Tokyo notiert. Seine Ursprünge reichen die letzten 100 Jahre bis in die Anfänge des kommerziellen Energieverbrauchs zurück.
Tanja Schürmann, Edelman Deutschland (München)
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