16. BVL-Bundeskongress vom 2. bis 5. Oktober 2008 in Berlin sorgt für notwendige Aufklärung
(firmenpresse) - Viele Eltern und Lehrer sind verzweifelt, weil bei einigen Schülerinnen und Schülern die schulischen Leistungen durchweg schlecht sind, obwohl das Kind sonst über eine gute Begabung verfügt. Einige Kinder zeigen massive Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen. Zusätzlich scheinen sie Probleme mit der Aufmerksamkeit zu haben. „Die Ursachen für diese Komorbiditäten verstehen wir bisher nur ansatzweise und die Forschung hat hier noch Einiges zu tun. Es hat sich aber in mehreren Studien gezeigt, dass Kinder mit einer Legasthenie und Dyskalkulie zusätzlich noch ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom haben können“, so Frau Prof. Karin Landerl, Entwicklungspsychologin an der Universität Tübingen. „Es ist dann eine mehrdimensionale Diagnostik notwendig, um die Ursachen genau abzuklären und ein individuelles Therapie- und Förderkonzept für das Kind zu erstellen. Eine durch Intervention erzielte Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistung mag auch auf die Leistungen im Mathematikunterricht gewisse positive Einflüsse haben, z. B. bessere Bewältigung von Textaufgaben, eine generelle Verbesserung der Rechenleistungen kann allerdings nicht erwartet werden“, erklärt Prof. Landerl.
Im Bereich der Dyskalkulieforschung erlangen mathematische Vorläuferfertigkeiten zunehmend an Bedeutung. Wie in der bereits weiter fortgeschrittenen Legasthenieforschung gilt es spezifische Basisfertigkeiten zu bestimmen, die sich als relevante Vorläufer schulischer Mathematikleistungen erweisen. „Aktuelle Befunde machen deutlich, dass Kinder mit Dyskalkulie tatsächlich bereits im Kindergarten Auffälligkeiten im Umgang mit Zahlen zeigen. Die Befunde sind höchst vielversprechend in Bezug auf die Früherkennung von Risikokindern für Dyskalkulie. Eltern, Erzieher und Lehrer müssen über die Risikofaktoren der verschiedenen Teilleistungsstörungen aufgeklärt sein, damit sie rechtzeitig die notwendigen Fördermaßnahmen einleiten können“, fordert Landerl.
Auf dem 16. Bundeskongress des BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., vom 2. bis 5. Oktober 2008 in Berlin, werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Legasthenie und Dyskalkulie vorgestellt. In einer Vielzahl von Symposien und Workshops wird über Früherkennung und Förderung bei Legasthenie, Dyskalkulie und ADHS referiert sowie rechtliche Rahmenbedingungen aufgezeigt. Die Themen haben für Erzieher, Lehrer, Therapeuten und Eltern einen hohen Praxisbezug. Für Eltern gibt es zusätzlich ein Elternsymposium.
Weitere Informationen und Anmeldung zum 16. Bundeskongress vom 2. bis 5. Oktober 2008 in Berlin sowie zum Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet abrufbar unter www.bvl-legasthenie.de.
Abdruck frei, Belegexemplar erbeten
364 Wörter, 2.860 Zeichen mit Leerzeichen
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. besteht seit über 30 Jahren und ist eine Interessenvertretung von Betroffenen und deren Eltern sowie von Fachleuten (Pädagogen, Psychologen, Ärzten, Wissenschaftlern und im sozialen Bereich Tätigen), die sich in Theorie und Praxis mit der Legasthenie und Dyskalkulie auseinandersetzen. Er trägt dazu bei, dass gesetzliche Grundlagen und wissenschaftliche sowie praktische Möglichkeiten der Hilfe in allen Bundesländern geschaffen und verbessert werden. Durch persönliche Beratung, Informationsschriften und Hinweise auf geeignete Literatur sollen die Eltern die Schwierigkeiten ihrer betroffenen Kinder besser verstehen lernen. Der BVL fördert durch wissenschaftliche Kongresse und Veröffentlichungen die Forschung und den wissenschaftlichen Dialog unter Fachleuten aller beteiligten Disziplinen. Durch Informationen und Zusammenarbeit mit den Medien macht der BVL die Probleme der Legastheniker und Dyskalkuliker bekannt.
Weitere Informationen zum Thema Legasthenie und zum Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet abrufbar unter www.bvl-legasthenie.de.
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