(ots) - Verheerende Kritiken in den Medien und
Schmähkommentare im Internet - so hatte es sich die ehemalige First
Lady Bettina Wulff wohl nicht vorgestellt, als sie sich mit ihrem
Buch "Jenseits des Protokolls" an die Öffentlichkeit wandte,
flankiert von Titelgeschichten in Magazinen und Zeitungen.
Doch: Wer derart massiv wie Bettina Wulff die Medien für sich
nutzen will, um Dinge ins rechte Licht zu setzen und sein Buch zu
bewerben, der muss wissen, dass er ein nicht kalkulierbares Risiko
eingeht. Vor allem Bettina Wulff hätte das klar sein müssen - sie ist
PR-Expertin.
Dass sie hier herausragende Fähigkeiten hat, beweist die Tatsache,
dass sowohl der Boulevard als auch die Regenbogenpresse und
Nachrichtenmagazine nur allzu bereitwillig ihrer Strategie folgten.
Ob Rotlichtmilieu-Gerüchte, das Leiden am Sich-Selbst-zurücknehmen
neben Christian Wulff oder die Leier vom gar nicht so hohen Verdienst
- Land auf, Land ab waren dieselben Klarstellungen, Sprüche,
Erklärungen und Rechtfertigungen zu lesen.
Das Problem an der Sache ist aber deutlich: Bettina Wulff sagte
nur wenig, was die Menschen interessierte. Ihrem Buch und den
Interviews mangelt es schlichtweg an Substanz - obwohl es sich um
eine Geschichte rund um den Rücktritt des letzten Bundespräsidenten
handelt. Und das ist Bettina Wulff durchaus vorzuhalten.
Gerade als PR-Expertin hätte sie auch wissen müssen, dass die
Erwartungen sehr hoch gesteckt waren. Sie hat sie nicht erfüllt. Das
kann nicht lange gut gehen.
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Oldenburgische Volkszeitung
Andreas Kathe
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