(ots) - Die Angst vor einer Deflation und der drohenden
wirtschaftlichen Stagnation im Euroraum bestimmten die Gespräche der
Politiker und Manager auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die
Gefahr einer Preisspirale nach unten ist auch der wesentliche Grund
für den angekündigten Großeinkauf von Staatsanleihen, den die
Europäische Zentralbank und ihr Präsident Mario Draghi gerade
beschlossen haben.
Die Bundesbürger allerdings stehen den Folgen einer möglichen
Deflation gelassen gegenüber. Zwar erkennt rund jeder zweite
Bundesbürger an, dass sinkende Preise zu einem Stillstand der
Wirtschaft und zu höherer Arbeitslosigkeit führen können. Und
immerhin 52 Prozent der befragten Bundesbürger zögern derzeit größere
Anschaffungen wie Autos oder Fernseher tendenziell hinaus, um
abzuwarten, ob die Preise weiter fallen. Doch nahezu sechs von zehn
befragten Bundesbürgern meinen, ihnen sei es letztlich gleichgültig,
ob die Preise steigen oder fallen. Es habe auf ihr Konsumverhalten
kaum Einfluss. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der
weltweit tätigen Markenberatung Prophet unter 1.000 Bundesbürgern zum
Thema "Deflation - Wie ändern Sie ihr Konsumverhalten, wenn die
Preise sinken." Die Umfrage erfolgte Mitte Januar über ein
Online-Panel.
Die große Mehrheit der Bürger achtet demnach mehr auf Qualität und
Nutzen der Produkte. Preise sind für zwei Drittel der Befragten kein
Indiz mehr für die Qualität von Gütern. "Viele Menschen haben
gelernt, dass teurer nicht immer auch hochwertiger bedeutet",
analysiert der Markenexperte Felix Stöckle die Ergebnisse der
Umfrage. Stöckle ist Partner im Berliner Büro der Strategieberatung
Prophet. Der absolute Preis verliere häufig an Bedeutung und Aspekte
wie "Convenience" oder "Shopping Experience" seien für Konsumenten
immer wichtiger, meint der Markenexperte. Es finde ein Umdenken
statt, weg von der reinen Jagd nach Schnäppchen.
Eine dauerhafte deflationäre Tendenz in Europa befürchtet
Prophet-Manager Stöckle nicht. Für Unternehmen sei es dennoch
wichtig, die "Frühwarnsysteme" zu schärfen, um keine Marge zu
verschenken. "Die Produktionskapazitäten sollten flexibel gehalten
werden, um schnell auf ein verändertes Käuferverhalten reagieren zu
können", sagt Stöckle.
Unter folgendem Link finden Sie die Umfrageergebnisse und ein
Interview zum Thema "Drohende Deflation":
www.prophet.com/about/news/528-umfrage-zum-thema-deflation
Ãœber Prophet (www.prophet.com)
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Markenberatung mit Büros u.a. in Berlin, London, Zürich, Hongkong,
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Johnson, Kellogg's, McDonald's, Visa, oder Zurich Financial bei der
Entwicklung von Wachstumsstrategien, der Innovation ihrer
Geschäftsmodelle, der Weiterentwicklung ihrer Markenstrategien sowie
der Transformation ihres Marketings. Dazu vereint Prophet Kompetenzen
in den Bereichen Marke, Marketing, Innovation, Design, Digital und
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