(ots) -
In der ZDF-Sendung "Peter Hahne" am Sonntag, 29. November 2015,
10.15 Uhr, tritt der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel
für die Leitkultur des Grundgesetzes ein, die auch von den
Flüchtlingen zu akzeptieren sei. Dazu gehöre auch der Erwerb der
deutschen Sprache.
Sigmar Gabriel spricht in der Sendung mit dem Sänger und Musiker
Peter Maffay über ihre persönliche Freundschaft und über die
Flüchtlingskrise. Die beiden kennen sich schon seit Jahrzehnten.
Zuletzt hielt Gabriel die Laudatio für den Musiker anlässlich der
Leibniz-Ring-Preisverleihung im Sommer in Hannover.
Einig ist sich der SPD-Chef mit Maffay, der selbst mit 14 Jahren
aus Rumänien geflüchtet war, über die Bedeutung des Grundgesetzes für
gelungene Integration. Maffay: "Wer das Grundgesetz, Toleranz,
Glaubensfreiheit und Gleichberechtigung nicht akzeptiert, hat keinen
Anspruch auf die Hilfe dieses Staates."
Angesichts der anhaltenden Flüchtlingsströme sagte Gabriel:
"Natürlich gibt es Menschen, die sich Sorgen machen, die sind nicht
rechtsradikal." Mit ihnen müsse man reden. Vor einer Einwanderung von
einer Million Menschen bei 80 Millionen Einwohnern müsse man aber
keine Angst haben. "Das eigentliche Problem ist die Geschwindigkeit."
Käme die gleiche Zahl in zwei oder drei Jahren, könnte Integration
besser gelingen. "Wir müssen versuchen, die Geschwindigkeit zu
reduzieren." Eine gesicherte Außengrenze der EU und Hilfen für die
Türkei, Jordanien, Libanon seien dazu der Weg. "Und dann holen wir
Kontingente geordnet nach Deutschland und Europa, und keine
chaotische Zuwanderung."
Peter Maffay warnte: "Wenn wir die Kraft verlieren, können wir
niemandem mehr helfen. Integration kostet Energie und Geld. Die
Energie und auch das Geld sind begrenzt. Irgendwann wird uns diese
Kraft ausgehen. Darüber müssen wir uns im Klaren sein." Sehr deutlich
wurde Maffay in seiner Einschätzung zum Leitsatz der Kanzlerin: "Wenn
man diese Dinge vor ein paar Monaten noch nicht klar ausgesprochen
hat, - jetzt wird es nötig sein. Der Satz 'Wir schaffen das' ist ein
korrekter und integrer Satz - wenn er gekoppelt ist an machbare und
vermittelbare Konzepte."
Gabriel warnt schließlich, bei Benachteiligten in Deutschland
dürfe sich nicht der Satz festsetzen "Für die macht ihr alles, für
mich macht ihr nichts."
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