(ots) - Jörg Nigge, der sich in Celle als CDU-Kandidat um
das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt, hat für sein Wahlprogramm
ganze Passagen aus der 2015er Agenda der heutigen Kölner
Oberbürgermeisterin Henriette Reker abgeschrieben. Wie der "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) berichtet, lautet etwa bei Reker
der zentrale Satz unter dem Punkt "Kunst, Kultur und Sport": "Ich
werde mich dafür einsetzen, dass Kultur als Seele und Impulsgeber der
Stadt gewürdigt und gestärkt wird und Sport als wichtiger
Gesundheits-, Erholungs- und Freizeitfaktor die nötige Anerkennung
findet." Bei Nigge wird der exakte Wortlaut übernommen, ergänzt um
den Zusatz "mit starker sozialer Leistung". In der Rubrik Umwelt hieß
es bei Reker: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Stadt eine
grüne Metropole wird, die mit innovativem Umwelt- und Klimaschutz
Maßstäbe setzt." Nigge macht aus "grüne Metropole" eine "grüne Stadt"
- der Rest bleibt identisch. Aus Rekers Wahlspruch "Köln kann mehr"
wird "Celle kann mehr".
Auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" reagierte der Politiker
ohne Schuldbewusstsein. "Gute Ideen werden dadurch nicht schlechter,
dass sie wiederholt werden", ließ er mitteilen. Er sei sich "nicht zu
schade, gute Ansätze anderer als sinnvolle Ergänzungen in seine
eigenen Konzepte einfließen zu lassen". Er orientiere sich auch
"an den erfolgreichsten Konzepten vergleichbarer Städte". Kölns
Stadtsprecher Gregor Timmer sagte: "Diese Passagen sind ohne Wissen
oder Zutun von Frau Reker verwendet worden." Man werde sich das noch
einmal genauer anschauen. Es sei aber eine Bestätigung, dass die
Schwerpunkte, die Reker in ihrem Wahlkampf formuliert habe, die
Anliegen der Bürger treffen würden, und damit auch für die
Wahlprogramme anderer Politiker Inspiration seien.
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