Umsatzplus von 44 Prozent, Ebitda-Marge bei 9,5 Prozent, Jahresprognose erhöht
(firmenpresse) - Eine unverĂ€ndert hohe Auftragslage beschert dem Schuler-Konzern, dem WeltmarktfĂŒhrer fĂŒr Umformtechnik, einen krĂ€ftigen Ergebniszuwachs. Das geht aus den Zahlen fĂŒr das erste GeschĂ€ftshalbjahr 2011/12, das am 31. MĂ€rz 2012 endete, hervor. Demnach stieg der um Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bereinigte Gewinn binnen Jahresfrist um 54,5 Prozent auf 55,2 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge bezogen auf den Konzernumsatz verbesserte sich auf 9,5 Prozent (Vorjahr: 8,9 Prozent). Der Pressenhersteller verzeichnete ein Konzernergebnis von 21,7 Millionen Euro. Dies stellt mehr als eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr dar. Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG, fĂŒhrt das gute Abschneiden auch auf VerĂ€nderungen im Konzern zurĂŒck: âWir haben intensiv an der Verbesserung unser internen AblĂ€ufe und Strukturen gearbeitet. Zudem haben wir durch unseren neuen Konsortialkreditvertrag im ersten Halbjahr rund fĂŒnf Millionen Euro Zinsen gespart.â
In den ersten sechs Monaten steigerte das Göppinger Unternehmen â wie vorab berichtet â den Umsatz um 44 Prozent auf 580,9 Millionen Euro (Vorjahr: 403,7 Millionen Euro). So konnte Schuler insbesondere im asiatischen Markt und europĂ€ischen Ausland seine UmsĂ€tze verdoppeln. Auch im Heimatmarkt Deutschland nahmen die Erlöse deutlich zu.
Hoher Auftragseingang und Rekordwert beim Auftragsbestand
Weltweit verbuchte der Anlagenbauer neue AuftrÀge in Höhe von 768,7 Millionen Euro (Vorjahr 817,4 Millionen Euro). Damit reicht der Auftragseingang sogar an den Vorjahreswert heran, der durch den Investitionsboom nach Auflösung der Wirtschaftskrise geprÀgt war. Mit 377,6 Millionen Euro liegt der Auftragseingang im zweiten Quartal nahezu auf Höhe des Vorquartals (391,1 Millionen Euro).
âWir konnten uns aufgrund innovationsgeprĂ€gter Wettbewerbsvorteile und einer starken Stellung in WachstumsmĂ€rkten vom rĂŒcklĂ€ufigen Trend im deutschen Maschinenbau entkoppelnâ, so Klebert. Schuler war vom zwölfmonatigen RĂŒckgang der AuftragseingĂ€nge, der mittlerweile zum Halt kam, nicht betroffen. Besonders positiv entwickelten sich, so Klebert, die Bestellungen aus Deutschland, die knapp 40 Prozent aller AuftrĂ€ge ausmachten. Weiterhin verzeichnete Schuler eine hohe Nachfrage insbesondere aus China. Auch der amerikanische Markt hat sich krĂ€ftig belebt.
Mit einem Auftragsbestand von 1,22 Milliarden Euro zum 31. MĂ€rz 2012 erzielte das Traditionsunternehmen einen neuen Rekordwert in der ĂŒber 170-jĂ€hrigen Firmengeschichte.
Eigenkapitalquote steigt auf 24 Prozent
Auf der Finanzseite weist der Konzern zum Stichtag eine Eigenkapitalquote von 24,2 Prozent auf nach 23,0 Prozent zum Ende des vorherigen GeschĂ€ftsjahres (30. September 2011) â und dies trotz einer Zunahme der Bilanzsumme um 6,6 Prozent auf 954,7 Millionen Euro.
Weitere WachstumsplÀne
Mittelfristig will der Konzern in bestehenden MĂ€rkten und Zukunftsfeldern wachsen. Der Ausbau des chinesischen Standorts Dalian vergröĂert die ProduktionsflĂ€che dort um das Dreifache auf 16.000 Quadratmeter, und mit der GrĂŒndung einer neuen Servicegesellschaft in Polen weitet Schuler sein internationales Kundendienstnetz aus. Knapp ein Viertel des Konzernumsatzes entfĂ€llt auf Dienstleistungen, die zu den Wachstumsfeldern des Unternehmens zĂ€hlen. Mit der Ăbernahme der deutschen ATIS GmbH hat Schuler im Berichtsquartal sein Produktportfolio ausgeweitet, um im weltweit wachsenden GeschĂ€ft zur Herstellung von GroĂrohren entsprechend aufgestellt zu sein.
Schuler hat im ersten Halbjahr weltweit 155 neue Stellen geschaffen. Durch die starke internationale Ausrichtung erfolgten die Neueinstellungen ĂŒberwiegend im Ausland. Insgesamt hat der Konzern 5.323 BeschĂ€ftigte.
Aufgrund der positiven Entwicklung in der ersten HĂ€lfte des GeschĂ€ftsjahres 2011/12 hat Schuler Anfang Mai 2012 die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr angehoben. Demnach soll der Konzernumsatz des weltgröĂten Pressenherstellers 2011/12 nun auf rund 1,2 Milliarden Euro steigen. Beim operativen Ergebnis rechnet der Konzern mit einer Ebitda-Marge fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr von rund 9,5 Prozent vom Umsatz. Bislang hatte Schuler beim Umsatz eine Steigerung auf mindestens 1,1 Milliarden Euro und eine Ebitda-Marge von 9 Prozent in Aussicht gestellt.
Zusammenlegung der Wertpapierkennnummern
Seit dem 20. April 2012 notiert die Schuler-Aktie nur noch unter einer Nummer: ISIN DE000A0V9A22. Schuler hatte die Aktien der Gesellschaft, die bislang aus RechtsgrĂŒnden in drei unterschiedliche Wertpapierkennnummern notierten, zusammengelegt. Die Schuler-Aktien hatten in den vergangenen Monaten deutlich an Wert gewonnen. Der Aktienkurs stieg von GeschĂ€ftsjahresbeginn bis Ende MĂ€rz um fast das Doppelte auf 15,00 Euro.
Ăber den Schuler Konzern â www.schulergroup.com
Als Technologie- und WeltmarktfĂŒhrer in der Umformtechnik liefert Schuler Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen fĂŒr die gesamte metallverarbeitende Industrie. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und -zulieferer sowie Unternehmen aus der Schmiede-, HausgerĂ€te-, Verpackungs-, Energie- und Elektroindustrie. AuĂerdem ist Schuler fĂŒhrend auf dem Gebiet der MĂŒnztechnik und realisiert Systemlösungen in der Luft-, Raumfahrt- und Eisenbahnindustrie. Weltweit ist das Unternehmen mit rund 5.300 Mitarbeitern mit eigenen Standorten und Vertretungen in 40 LĂ€ndern prĂ€sent. Im GeschĂ€ftsjahr 2010/11 (30.09.) erzielte Schuler einen Umsatz von 958,5 Millionen Euro bei einer Ebitda-Marge von 8,8 Prozent. Der Schuler Konzern geht auf eine 1839 von Louis Schuler gegrĂŒndete Schlosserei im schwĂ€bischen Göppingen zurĂŒck. Seit 1852 werden Blechbearbeitungsmaschinen hergestellt.
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