PresseKat - Zukunftsperspektiven des Rundfunks auf der Kippe: Deutsche TV-Plattform zur Digitalen Dividende

Zukunftsperspektiven des Rundfunks auf der Kippe: Deutsche TV-Plattform zur Digitalen Dividende

ID: 89404

Vor den Konsequenzen der Entscheidung über die mobile Nutzung der digitalen Dividende warnt die Deutsche TV-Plattform anlässlich der anstehenden Bundesratsentscheidung. Das Vorhaben der Politik, die Kanäle 61-69 für Breitband-Mobilfunkdienste umzuwidmen, hat nicht nur eine Präzedenzwirkung für die Zukunft des terrestrischen Rundfunks, sondern wird auch zu starken Beeinträchtigungen des Fernsehempfangs über Kabel und Terrestrik beim Verbraucher führen. Die Deutsche TV-Plattform appelliert daher an die Bundesländer, sich am kommenden Freitag dafür einzusetzen, die Zukunftsperspektiven des Rundfunks, Garant für Medienpluralismus, nicht zu verschließen und die wirtschaftlichen Interessen des Bundes und der künftigen Netzbetreiber nicht auf dem Rücken der Verbraucher auszutragen.

(firmenpresse) - Vor den Konsequenzen der Entscheidung über die mobile Nutzung der digitalen Dividende warnt die Deutsche TV-Plattform anlässlich der anstehenden Bundesratsentscheidung. Das Vorhaben der Politik, die Kanäle 61-69 für Breitband-Mobilfunkdienste umzuwidmen, hat nicht nur eine Präzedenzwirkung für die Zukunft des terrestrischen Rundfunks, sondern wird auch zu starken Beeinträchtigungen des Fernsehempfangs über Kabel und Terrestrik beim Verbraucher führen.
Die Öffnung des oberen UHF-Frequenzbereichs (790 bis 862 MHz) für Mobilfunk-Dienste birgt noch mehr technische Risiken als angenommen. So können beim Einsatz von Mobilfunktechnologien im oberen UHF-Band erhebliche Störungen des terrestrischen sowie des kabelgebundenen Fernsehempfangs auftreten, wie mehrere Untersuchungen inzwischen belegen. Unter bestimmten Bedingungen ist sogar überhaupt kein Fernsehempfang mehr möglich. Der Leidtragende ist in diesem Fall der Verbraucher. Die Medienwirtschaft stellt sich auf direkte Schäden und Folgeschäden in dreistelliger Millionenhöhe ein.
Für eine verträgliche Frequenzumwidmung bedarf es nach Ansicht der Deutschen TV-Plattform weiterer professioneller und transparenter Untersuchungen, sowohl in Bezug auf DVB-T als auch auf den kabelgebundenen Empfang. Diese müssen insbesondere dem Umstand Rechnung tragen, dass DVB-T in Deutschland mit der Möglichkeit des mobilen und portablen Empfangs eingeführt worden ist. Noch vor der Vergabe frei werdender Frequenzen sind akzeptable Migrationsprozesse mit den
Marktpartnern abzustimmen. Gleichfalls sorgfältig muss die Problematik der Funkmikrofone und Reportagefunkgeräte untersucht werden, für die ein gleichwertiges Ersatzspektrum zu benennen ist.
Zusätzlich sieht die Deutsche TV-Plattform die Entwicklung des Rundfunks stark beeinträchtigt: durch die Umwidmung der oberen UHF-Kanäle wird die flächendeckende Einführung künftiger effizienz-steigernder Technologien wie MPEG-4 und DVB-T2 gefährdet, so dass insbesondere die Ausstrahlung von hochauflösenden digitalen Fernsehdiensten (HDTV) via Terrestrik in Deutschland stark in Frage gestellt wird.




Die Deutsche TV-Plattform appelliert daher an die Bundesländer, sich am kommenden Freitag dafür einzusetzen, die Zukunftsperspektiven des Rundfunks, Garant für Medienpluralismus, nicht zu verschließen und die wirtschaftlichen Interessen des Bundes und der künftigen Netzbetreiber nicht auf dem Rücken der Verbraucher auszutragen.

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Datum: 13.05.2009 - 12:41 Uhr
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