Grüner Tee: Forscher der TU Graz belegen den Grund für die stark antioxidative Wirkung
üner Tee: Forscher der TU Graz belegen den Grund für die stark antioxidative Wirkung
Bildmaterial bei Nennung der angeführten Quellen honorarfrei verfügbar unter
http://presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/Gruener%20Tee_2014/index.htm
Freie Radikale entstehen stoffwechselbedingt in jeder Körperzelle und sind vereinfacht gesagt Moleküle, denen ein Elektron fehlt und die außerordentlich reaktiv sind. Um die fehlende Stelle in ihrer chemischen Struktur wieder zu besetzen, bedienen sie sich bei anderen Molekülen - die nun ihrerseits zum freien Radikal werden. Sie greifen zum Beispiel Proteine oder die DNA an und können irreversible Schäden verursachen. Dagegen wirken sogenannte Antioxidantien. Das können körpereigene Enzyme, aber auch zugeführte Vitamine und pflanzliche Stoffe sein. Polyphenole, die beispielsweise in hoher Konzentration im Grünen Tee vorkommen, besitzen nachweislich solche antioxidativen Eigenschaften.
Antioxidativ in mehreren Molekülzentren
"Bislang wurde die antioxidative Eigenschaft von Grünem Tee vor allem quantitativ bewertet, mit Messungen im Minutenbereich. Die wirklich entscheidenden Prozesse passieren aber in viel kürzeren Zeitskalen auf der molekularen Ebene", erklärt Georg Gescheidt-Demner vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der TU Graz. Sein Team beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Radikalchemie und ist als eine von weltweit wenigen Forschungsgruppen in der Lage, mit sehr spezifischen schnelldetektierenden Methoden Radikale im Nanosekundenbereich zu beobachten. Mittels der sogenannten zeitauflösenden EPR-Spektroskopie haben die Forscher die Polyphenole des Grüntees unter die Lupe genommen und dabei festgestellt: "Die Polyphenole des grünen Tees besitzen nicht wie bislang angenommen nur ein, sondern gleich mehrere Zentren. Diese übertragen unabhängig voneinander Wasserstoffatome auf freie Radikale und wandeln die schädlichen freien Radikale in harmlose Moleküle um", schildert Georg Gescheidt-Demner.
Grundlagenerkenntnis mit Anti Aging-Relevanz
Diese grundlegende Erkenntnis des TU Graz-Teams wurde in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals "Angewandte Chemie" publiziert - und dürfte auch anderswo von Interesse sein: "Dieses Forschungsergebnis kann die Entwicklung aktiver Substanzen für Antioxidantien anregen - Stichwort Anti-Aging-Produkte", so Gescheidt-Demner. Auch weitere Polyphenole, beispielsweise das in Rotwein vorkommende Resveratrol, werden nun von den Chemikern genauer unter die Lupe genommen.
Originalpublikation:
D. Neshchadin, S. Batchelor, I. Bilkis, G- Gescheidt: Kurzlebige Phenoxylradikale aus Polyphenolen des Grünen Tees und hochreaktive Sauerstoffspezies: Detektion mittels zeitauflösender EPR-Spektroskopie.
Angewandte Chemie 2014, Vol. 126, Issue 48. Pages 13504-13508. DOI: 10.1002/ange.201407995
Rückfragen:
Univ.-Prof. Mag.rer.nat. Dr.phil. Georg Gescheidt-Demner
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
Tel.: +43 316 873 32220
E-Mail:
g.gescheidt-demner@tugraz.at
(pressrelations) - her der TU Graz belegen den Grund für die stark antioxidative Wirkung
Bildmaterial bei Nennung der angeführten Quellen honorarfrei verfügbar unter
http://presse.tugraz.at/webgalleryBDR/data/Gruener%20Tee_2014/index.htmFreie Radikale entstehen stoffwechselbedingt in jeder Körperzelle und sind vereinfacht gesagt Moleküle, denen ein Elektron fehlt und die außerordentlich reaktiv sind. Um die fehlende Stelle in ihrer chemischen Struktur wieder zu besetzen, bedienen sie sich bei anderen Molekülen - die nun ihrerseits zum freien Radikal werden. Sie greifen zum Beispiel Proteine oder die DNA an und können irreversible Schäden verursachen. Dagegen wirken sogenannte Antioxidantien. Das können körpereigene Enzyme, aber auch zugeführte Vitamine und pflanzliche Stoffe sein. Polyphenole, die beispielsweise in hoher Konzentration im Grünen Tee vorkommen, besitzen nachweislich solche antioxidativen Eigenschaften.
Antioxidativ in mehreren Molekülzentren
"Bislang wurde die antioxidative Eigenschaft von Grünem Tee vor allem quantitativ bewertet, mit Messungen im Minutenbereich. Die wirklich entscheidenden Prozesse passieren aber in viel kürzeren Zeitskalen auf der molekularen Ebene", erklärt Georg Gescheidt-Demner vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der TU Graz. Sein Team beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Radikalchemie und ist als eine von weltweit wenigen Forschungsgruppen in der Lage, mit sehr spezifischen schnelldetektierenden Methoden Radikale im Nanosekundenbereich zu beobachten. Mittels der sogenannten zeitauflösenden EPR-Spektroskopie haben die Forscher die Polyphenole des Grüntees unter die Lupe genommen und dabei festgestellt: "Die Polyphenole des grünen Tees besitzen nicht wie bislang angenommen nur ein, sondern gleich mehrere Zentren. Diese übertragen unabhängig voneinander Wasserstoffatome auf freie Radikale und wandeln die schädlichen freien Radikale in harmlose Moleküle um", schildert Georg Gescheidt-Demner.
Grundlagenerkenntnis mit Anti Aging-Relevanz
Diese grundlegende Erkenntnis des TU Graz-Teams wurde in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachjournals "Angewandte Chemie" publiziert - und dürfte auch anderswo von Interesse sein: "Dieses Forschungsergebnis kann die Entwicklung aktiver Substanzen für Antioxidantien anregen - Stichwort Anti-Aging-Produkte", so Gescheidt-Demner. Auch weitere Polyphenole, beispielsweise das in Rotwein vorkommende Resveratrol, werden nun von den Chemikern genauer unter die Lupe genommen.
Originalpublikation:
D. Neshchadin, S. Batchelor, I. Bilkis, G- Gescheidt: Kurzlebige Phenoxylradikale aus Polyphenolen des Grünen Tees und hochreaktive Sauerstoffspezies: Detektion mittels zeitauflösender EPR-Spektroskopie.
Angewandte Chemie 2014, Vol. 126, Issue 48. Pages 13504-13508. DOI: 10.1002/ange.201407995
Rückfragen:
Univ.-Prof. Mag.rer.nat. Dr.phil. Georg Gescheidt-Demner
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
Tel.: +43 316 873 32220
E-Mail: g.gescheidt-demner(at)tugraz.at

Unternehmensinformation / Kurzprofil:PresseKontakt / Agentur:Univ.-Prof. Mag.rer.nat. Dr.phil. Georg Gescheidt-Demner
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie
Tel.: +43 316 873 32220
E-Mail: g.gescheidt-demner(at)tugraz.at
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 19.12.2014 - 16:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1154280
Anzahl Zeichen: 6863
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und MedienresonanzanalysenDiese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Grüner Tee: Forscher der TU Graz belegen den Grund für die stark antioxidative Wirkung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Technische Universität Graz (
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
rbrennt: Gen für erhöhten Energieverbrauch von braunen Fettzellen entdeckt
Neugeborene Säugetiere, Babys und winterschlafende Tiere haben besonders viel davon, um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten: Braunes Fettgewebe hat die Eigensc ...
fessur: "Patientenzentrierte Medikamentenentwicklung und Produktionstechnologie"
Die Patientengruppe der älteren Menschen wächst und wächst und damit steigt auch der Bedarf an patientenzentrierter Arzneimittelgestaltung.
Ein Fokus d ...
atterie": Forschern der TU Graz gelingt weiterer Schritt zur Lithium-Luft-Batterie
Obwohl sie als leistungsfähige Energiespeicher heute in Notebooks und Handys zu finden sind, haben Lithium-Ionen-Batterien gravierende Nachteile, etwa beschrà ...