(ots) - "Bei der Bankenregulierung könnte die Lücke
zwischen Europa und den USA schon bald noch größer werden, wenn der
designierte Präsident Trump den amerikanischen Bankensektor mit
einfacheren und weniger administrativ aufwändigeren Regeln
entlastet", befürchtet Gerhard Hofmann, Vorstandsmitglied des
Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).
Europa bleibe in seiner Bankenregulierung zu bürokratisch und
belaste damit die Volkswirtschaften mehr als erforderlich, um die
Stabilität des Finanzsystems zu fördern.
"Die Vorschläge der Europäischen Kommission zur CRD-Revision
(Capital Requirements Directives) etwa sind unzureichend - vor allem
angesichts der Vielzahl von Vorschlägen, die die Mitgliedstaaten zu
machbaren Erleichterungen vorgelegt haben", so Hofmann. "Die
Erleichterungen beziehen sich lediglich auf die ohnehin über
Rechenzentren abzuwickelnden Bereiche Reporting an die Aufsicht sowie
Disclosure gegenüber dem Markt", erklärt das BVR-Vorstandsmitglied.
Außerdem würde mit dem sehr niedrigen Schwellenwert von wohl 1,5
Milliarden Euro Bilanzsumme der Großteil kleiner und mittlerer
Institute von Erleichterungen de facto ausgeschlossen. Mehr
Proportionalität werde damit nicht erreicht.
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