(ots) - Trotz des überraschenden Militärschlages der USA
gegen Assads Armee sieht der renommierte US-Publizist Joby Warrick
keine Anzeichen einer Kehrtwendung in der Syrien-Politik der
Trump-Administration. Es habe sich vielmehr um eine einmalige
Intervention gehandelt, mit der Trumps Kabinett um die öffentliche
Meinung in den USA buhlt, sagte der Pulitzerpreisträger der
Tageszeitung "neues deutschland" (Wochenendausgabe). "Es gibt eine
starke emotionale Ãœbereinstimmung im politischen Spektrum bei uns in
den USA - von Mitte-links bis Mitte-rechts - , dass die Sarin-Attacke
in Syrien eine dramatische Antwort verlangte. Ich glaube, dass Trump
auch persönlich betroffen war von diesem fürchterlichen chemischen
Anschlag." Die erste Reaktion Moskaus auf den Tomahawk-Angriff auf
einen Luftwaffenstützpunkt bei Homs sei vorhersehbar gewesen, so
Warrick, der als National Security Reporter für die »Washington
Post« arbeitet. Und natürlich sei der russische Präsident Wladimir
Putin "nicht erfreut" darüber. "US-Experten erwarten aber keine
einschneidende Veränderung in den Beziehungen zwischen beiden
Ländern, weil es keine Anzeichen eines strategischen Kurswechsels in
der Haltung der Trump-Administration hinsichtlich Syrien gibt." Der
investigative Journalist vermutet kein stärkeres Engagement der USA
zum Sturz des Assad-Regimes.
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