(ots) - Martin Schulz hat ein Thema gefunden, mit dem er
vier Wochen Wahlkampf machen kann - wenn er will. Die Diesel-Debatte
hat durchaus das Zeug, den Endspurt noch einmal spannend zu machen.
Das weiß auch Angela Merkel. Wer genau hinschaut, der bemerkt, wie
die Kanzlerin von ihrer Aussage abrückt, dass das Ende der
Verbrennungsmotoren im »Ansatz richtig« sei. Auch wenn Merkel dabei
aus guten Gründen kein Datum genannt hat, so klingt es doch ganz
anders, wenn Martin Schulz sagt, dass man Diesel und Benziner »noch
sehr, sehr lange« brauche. Bei Merkel hört es sich an wie ein
Abgesang, bei Schulz wie eine Bestandsgarantie. Die Kanzlerin räumt
so ziemlich alles ab, um mit den Grünen eine Regierung bilden zu
können: erst Atomausstieg, dann Ehe für alle. Und jetzt auch das
Auto, das den Deutschen so heilig ist und unseren Wohlstand
begründet? Horst Seehofer ist vieles zuzutrauen, aber seit Sonntag
sind Schwarz-Grün oder »Jamaika« unwahrscheinlicher geworden. Denn in
Autofragen dürfte der CSU-Chef standhaft bleiben.
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