(ots) - Trotz der Fortschritte, die den deutschen Schulen
gerade beim internationalen Pisa-Test bescheinigt wurden, ist mehr
als die Hälfte der Bundesbürger (53 Prozent) mit dem Schulsystem
unzufrieden. In einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern
äußerten sich 36 Prozent damit "eher unzufrieden", 17 Prozent sind
sogar "sehr unzufrieden". "Eher zufrieden" sind 36 Prozent, "sehr
zufrieden" lediglich 5 Prozent.
Auf Kritik stoßen besonders die von Bundesland zu Bundesland
unterschiedlichen Schulregularien. 83 Prozent finden, dass das
Schulsystem bundesweit einheitlich geregelt sein sollte. Auch die
Verkürzung der Schulzeit von neun auf acht Jahre bis zum Abitur sorgt
für Unmut: 66 Prozent wollen am liebsten zurück zum alten Modell und
die Schüler ein Jahr länger lernen lassen. 61 Prozent sind davon
überzeugt, dass es den Kindern guttue, wenn sie Schulaufgaben auch zu
Hause erledigen müssen. Nur 36 Prozent meinen, Hausaufgaben sollten
im Großen und Ganzen in der Schule gemacht werden.
Lehrer dagegen erhalten in der stern-Umfrage überraschend gute
Noten: 58 Prozent der Deutschen sind der Meinung, die Pädagogen
würden ihren Job gut ausüben. 48 Prozent schätzen sie allerdings für
"zu wenig streng" ein. Nur 2 Prozent halten sie für "zu streng". Ein
Viertel (25 Prozent) glaubt, sie agierten in dieser Frage "gerade
richtig".
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 27. und 28. November
2013 für den stern 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die
durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die
statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
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