(ots) - An diesem Donnerstag tritt erstmals der seit
Monaten geforderte Runde Tisch zur Situation im Friedrichshainer
Nordkiez rund um die Rigaer Straße zusammen. Das berichtet die in
Berlin erscheinende Tageszeitung »neues deutschland«
(Donnerstagsausgabe). Der ehemalige Hausbesetzer Freke Over setzt
sich schon seit Monaten für Gespräche ein. Nach nd-Informationen wird
der ehemalige LINKE-Abgeordnete, der mittlerweile in Brandenburg
lebt, das erste Treffen zusammen mit der Friedrichshain-Kreuzberger
Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) leiten. Ihr Kommen
angekündigt haben Anwohnervertreter, unter anderem von der
Kiezversammlung Nordkiez, sowie Vertreter von LINKEN, Grünen und SPD
aus dem Abgeordnetenhaus und des Friedrichshain-Kreuzberger
Bezirksamtes. Auch Polizeipräsident Klaus Kandt wird einen Vertreter
entsenden.
Nicht teilnehmen werden laut Over Innensenator Frank Henkel (CDU)
und Bewohner des Hausprojektes in der Rigaer Straße 94. Bei dieser
ersten, nicht öffentlichen Veranstaltung, die am Donnerstag von 17
bis 20 Uhr dauern soll, werden Personalvorschläge für eine Moderation
gesammelt. »Wenn der Senat nicht einsieht, mit der Bevölkerung
sprechen zu müssen, dann muss er sich eine andere Bevölkerung
wählen«, sagte Freke Over gegenüber »nd«. »Spätestens am 9. August
brennt schließlich wieder die Luft.« Für diesen Tag ist die Räumung
des Kreuzberger »Gemischtwarenladens für Revolutionsbedarf« in der
Manteuffelstraße 99 angekündigt.
Entmietungen und Bauprojekte setzen die örtliche Bevölkerung
zunehmend unter Druck und bieten hohes Konfliktpotenzial. Im
kommenden Jahr läuft auch der 25-jährige Mietvertrag des
Hausprojektes in der Libauer Straße 34 im Friedrichshainer Nordkiez
aus.
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